3 Medaillen für Matthias und Andreas an EM in Tschechien

30.05.2016 22:30:06 | Werner Holer

Mit hohen Zielen waren unsere drei Nationalkader Läufer Andreas, Matthias und Lisa an die Europameisterschaften nach Tschechien gereist. Dass Andreas und Matthias gleich mit einer Bronze- und zwei Gold-Medaillen zurückkehren hat aber sicher alle Erwartungen übertroffen.

Mit hohen Zielen waren unsere drei Nationalkader Läufer Andreas, Matthias und Lisa an die Europameisterschaften nach Tschechien gereist. Dass Andreas und Matthias gleich mit einer Bronze- und zwei Gold-Medaillen zurückkehren hat aber sicher alle Erwartungen übertroffen.

Andreas hatte am letzten Samstag gleich im ersten Wettkampf an der Sprintstaffel überzeugt und auf der 2. Strecke einen sehr guten Einsatz gezeigt. Er konnte mit der Europäischen Spitze mithalten und mit den Spitzenteams übergeben. Zusammen mit Judith Wyder, Martin Hubmann und Rahel Friedrich holte er sich seine erste Medaille an Europameisterschaften.
Am Tag darauf doppelte Matthias mit seinem Sieg im Sprint nach und zeigte im anspruchsvollen Rennen, welches den Athlethen alles abverlangte, seine Stärke in dieser Disziplin. Vor allem zum Schluss hatte Matthias noch enorm an Tempo zugelegt und so kleinere Unsicherheiten läuferisch kompensieren können. Dank seines unheimlichen Schlussspurtes auf den letzen Posten holte es ich den knappen Sieg vor dem Schweden Gustav Bergmann und seinem Teamkollegen Florian Howald.


Stolze Gebrüder Kyburz mit ihren Medaillen

Im Langdistanzrennen kammen dann erstmals alle drei Fricktaler zum Einsatz.
Lisa und Andreas machten dabei gleich zu Beginn der physisch anspruchsvollen Bahn zeitraubende Fehler, welche auf internationalem Nivea nicht mehr kompensierbar sind. Beide blieben daher hinter ihren eigenen Erwartungen. Matthias schien läuferisch nicht seinen besten Tag erwischt zu haben und fühlte schon während des Wettkampfes, dass es nicht zu einer absoluten Topleistung reichen würde. Als 7. gelang im aber immerhin noch ein Top 10 Resultat.

Am Mitteldistanz hatte Lisa leider in der Qualifikation einen zu groben Schnitz zu verzeichnen und musste mit dem B-Final vorlieb nehmen. Als gute 2. konnte sie damit trotz allem noch weitere wervolle Erfahrungen für zukünftige Einsätze sammeln.

Für Andreas stand nach einer Prellung eines Zehens im Langdistanz gar der Einsatz im Mittel in Frage. Nachdem er die Quali nur dank Schmerzmitteln meistern konnte, gelang ihm im Final nicht ganz das optimale Rennen. Mehrere kleinere Unsicherheiten kosteten ihm dann in Summe ein mögliches Diplom.
Von Anfang an ganz an der Spitze lief Matthias. Er war als letzer ins Herrenrennen gestartet und lies die Zuschauer bei allen Zwischenzeiten aufhorchen. Mit einem fast fehlerfreien Lauf und einem brutalen Tempo lies er seiner Konkurrenz keine Change und gewann das Rennen souverän. Wie schon im Sprint setzte er sich vor dem Schweden Gustav Bergmann klar durch. Sein längerer Traum der ersten "Wald-Medaille" war damit Wirklichkeit geworden!


Grösse Freude von Matthias über seinen ersten internationalen Titlel in der Mitteldistanz

An der abschliessenden Staffel gingen Andreas und Matthias gemeinsam mit Daniel Hubmann im ersten Schweizer Team als Mitfaforiten an den Start. Andreas bewiss als Startläufer ein weiteres mal seine Weltklasse. Zum Teil in Führung liegend, prägte er die erste Strecke und übergab nur wenige Meter hinter Tschechien als zweiter.
Leider viel das Team nach einem groben Parallelfehler von Daniel Hubamnn entscheidend zurück. Matthias hatte  nochmals versucht zur Spitze aufzuschliessen; alleine laufend war das aber fast aussichtslos. Weil zudem an der Spitze ein hohes Tempo mit wenig Fehlern gelaufen wurde, kam Matthias nicht mehr weiter nach vorne. Als 5er überquerte er für sein Team die Ziellinie.
Als trost konnten die beiden den Sieg des zweiten Schweizer Team mitfeiern. Sie waren nach einer starken Teamleistung und dem Ausscheiden der Schweden wegen eines fehlenden Postens, ganz nach vorne gelaufen.